Herzensyoga
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... aus dem Herzen leben...

 

Yoga und Ayurveda

Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha beschreiben im Ayurveda unsere individuelle Konstitution.

Im Ayurveda Yoga geht es um die Harmonisierung dieser Doshas.

Wenn wir geboren werden, haben wir unseren individuellen Fingerabdruck, genannt Prakriti. Diese Konstitution können wir nicht ändern. Ganz ähnlich wie unser Sternzeichen oder unsere Genstruktur.

Wir haben häufig solche Vorurteile uns selbst gegenüber, weil wir glauben so sein zu müssen wie andere es scheinbar erwarten. Eines der Ziele unseres Daseins ist aus meiner Sicht, uns genauso anzunehmen wie wir sind. Einzigartig und wunderbar.

In der Ayurveda-Yoga-Praxis harmonisieren wir unsere Doshas. Wichtig dabei ist zu wissen, dass wir nicht nur ein Dosha in uns tragen. Fast alle von uns sind Mischtypen. 

So kannst du zum Beispiel viel Kapha, etwas Pitta und ganz wenig Vata haben. Dann bist du Kapha dominant oder du hast viel Pitta, mit etwas Kapha, und wenig Vata. Dann bist du Pitta dominat.

Eine genaue Konstitutionsbestimmung machst du am besten bei einem Ayurveda Arzt oder Ayurveda Therapeuten. Es gibt heute aber schon viele Online-Tests, die einen kleinen Einblick geben können.

Im Folgenden möchte ich dir einen kleinen Einblick geben, welche Elemente in den Doshas wirken und welche Yoga-Praxis dadurch Sinn macht.

 

Kapha Dosha – der Fels in der Brandung

§ Elemente: Wasser und Erde.

§ Kapha Menschen sind sehr stabile, strukturierte Menschen. Der Kapha lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und wird auch gerne als  „Fels in der Brandung“ bezeichnet.  Kapha Typen haben immer ein Lächeln im Gesicht und sind meist fröhlich, voller Liebe und ohne Scheu vor Nähe.

§ Der Kapha Mensch ist ein Genießer, aber auch ein guter Koch und Gastgeber, der immer die anderen im Blick hat. Ist dieser Typ nicht im Gleichgewicht, wird er träge und bleibt stehen (auch im Geist).

Wenn Kapha Menschen nicht ausbalanciert sind, werden sie noch langsamer, träger und kommen nicht mehr vom Sofa weg. Kapha-Yoga sollte ruhig dynamischer sein und ins Schwitzen bringen.

 

Pitta Dosha – der feurige Typ

§ Elemente: Feuer und Wasser.

§ Pitta Menschen sind oft sehr charismatisch, sie ziehen oft die Blicke auf sich, wenn sie einen Raum betreten.

§ Pitta Menschen sind eher klein und stark und oft sehr athletisch gebaut.

§ Pitta Menschen sind häufig gute Führungskräfte, da sie wissen was sie wollen und klare Ziele vor Augen haben.

§ Wenn Pitta zu hoch ist sieht man das in einem roten Gesicht und roten Augen – das Verdauungsfeuer brennt zu stark. Daher hat Pitta öfter auch mal Durchfall.

Der Pitta Typ braucht nicht noch mehr Hitze, sonst entsteht Wut und er wird unkontrolliert. Seine Yoga Praxis sollte kühlend und ausgleichend sein.

 

Vata Dosha – der Luftikus

§ Elemente: Raum und Luft, beides leichte und feinstoffliche Elemente.

§ Vata Menschen sind sehr feine und kreative Menschen. Musiker, Philosophen und Künstler tragen meist viel Vata in sich. Ein Vata ist immer mit irgendetwas beschäftigt und tut sich eher schwer, Ideen abzuschließen da ihm stets neue in den Sinn kommen. Das viele denken (Money-Mind) kann ihn auch verunsichern und wenn Vata zu hoch ist, wird er ängstlich und / oder vergesslich.  

§ Damit der Vata Mensch in Balance bleibt, braucht er Struktur.

Der Vata Typ sollte geerdet werden, sonst verliert er den Halt im Leben, wird unsicher, unruhig und vergesslich. Die Yoga Praxis sollte ihn erden und zur Ruhe kommen lassen. Auch wenn ihm das zunächst nicht gerade gut gefällt. Auch Atemübungen und Meditation sind für Vata Menschen sehr hilfreich, da diese den „Monkey-Mind“ beruhigen.

 

Die Gunas: Tamas, Rajas und Sattva

Wenn unsere Doshas aus der Balance geraten, nennt man das Vikriti (= Störung).

Hier kommen die Gunas ins Spiel, die Eigenschaften der Natur, die auch in unserem Körper wirken.

Die 3 Gunas sind

Sattva 
Im Sommer, wenn wir die Früchte ernten, ist das Sattva (= die Balance, das Seiende, reine, klare).

Rajas 
Im Frühling, wenn der Baum blüht, neue Äste wachsen und die Blüten kommen, ist die Eigenschaft Rajas (= bewegend, aktiv).

Tamas
Im Winter ist ein Baum kahl, alle Energie ist nach innen gezogen. Diese Eigenschaft nennt man Tamas (= das Schwere, dunkle).


Die Gunas beeinflussen die Doshas
Frage dich: Habe ich zuviel Bewegung in mir? Oder zu viel Schwere?
Was brauche ich heute?

 

Durch Ayurveda-Yoga lernst du wieder in dich zu spüren, deinen inneren Lehrer zu hören…

Erforsche dich selbst, deine Inneres, dein Äusseres…

Richtiges Üben...

Die Asanas (Körperhaltungen) haben eine stark therapeutische Wirkung auf Körper, Geist und Seele.
Wenn wir uns in Asanas zwingen und uns dabei verspannen oder zu viel wollen, begeben wir uns in unser so typisches, stressendes Leistungsdenken, das im Yoga nichts verloren hat.


Bis zum 24. Lebensjahr dominiert Rajas (Aktivität), hier ist fließendes Flow Yoga zur Kräftigung geeignet.

Ab dem 24. Lebensjahr kann (soll) Philosophie sowie das Studium des Geistes eingebaut werden.

Nach dem 48. Lebensjahr entwickelt sich der innere Geist, in dieser Zeit wird Meditation wichtiger.

Ab 72 verstärkt sich diese Entwicklung – dies ist die Zeit der tiefen Meditation, welche auch den Alterungsprozess verlangsamt.

Asanas sind aber grundsätzlich in jedem Alter und für alle Konstitutionstypen hilfreich, solange sie unsere Doshas harmonisieren. Wir alle sollten 15 bis 30 Minuten am Tag üben, um fit bis ins hohe Alter zu bleiben.

 

In meinen Ayurveda-Yoga-Kursen führen wir sanft alle Doshas wieder in Harmonie. 

Hier kannst du herausfinden welche Asana, Atemübung, Meditationsform  dir besonders gut tut, dich ausgleicht, dich in Fluss bringt… damit du im Anschluss deine eigene auf dein Wohlgefühl ausgerichtete Übungsfolge finden kannst.

Bei Fragen kannst du mir gerne mailen. 


 

 

 
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